Unterstützung von Menschen in Not im Wandel der Zeit

Der Verein wurde 1929 zur finanziellen Absicherung der gemeindlichen Krankenpflege durch die Vinzentinerinnen von Untermarchtal gegründet. Die Schwestern wirkten bis 1977 in der Gemeinde.  

Von 1979 -2003 gab es in Degerloch eine ökumenisch getragene Sozial- und Diakoniestation, in dieser Zeit unterstützte der Krankenpflegeförderverein die Station mit erheblichen Mitteln. Seit 2004 bietet nun die Katholische Sozialstation Stuttgart den pflegebedürftigen Mitgliedern der Kirchengemeinde ihre Dienste an.
Durch die Einführung der Pflegeversicherung ab 1995 wurde eine direkte Unterstützung der Mitglieder im Pflegefall unmöglich. Seither können die Zwecke des Vereins nur noch durch die finanzielle und ideelle Unterstützung von entsprechenden Einrichtungen und Projekten erreicht werden. 

Das Projekt "Einsame Menschen" der Katholischen Sozialstation - das  seit Anfang 2018 aus Mitteln der Pflegeversicherung finanziert wird - und die Nachbarschaftshilfe des Degerlocher Frauenkreises wurden 2017 mit € 3.000 bzw. € 1.000 unterstützt.

Die große Summe von € 100.000 wurde 2009 der Hospizstiftung des Hospizes St. Martin zugestiftet.

Vom Krankenpflegeförderverein zum Förderverein für soziale Aufgaben

Der Kirchengemeinderat beschloss am 23. Juli 2013 auf Antrag der Mitgliederversammlung des Krankenpflegefördervereins eine Erweiterung der Vereinssatzung und zugleich eine Namensänderung. Die derzeit gültige Fassung der Satzung datiert vom 24. September 2014.
Der bisherige Krankenpflegeförderverein heißt seitdem "Förderverein für soziale Aufgaben der Katholischen Kirchengemeinde Mariä Himmelfahrt, Stuttgart-Degerloch". Wir können unter diesem  Namen und mit der erweiterten Satzung in Zukunft neben den bisherigen Maßnahmen alle sozialen Projekte der Degerlocher Kirchengemeinden, ihrer Mitglieder oder der Katholischen Sozialstation fördern.
Das erste Projekt, das wir von November 2013 bis Juli 2018 auf dieser Basis gemeinsam mit der evangelischen Kirche finanzierten, war ein kostenloses Schulfrühstück, das den Kindern an der Albschule in Degerloch zweimal wöchentlich vor Beginn des Unterrichts angeboten wurde.

Aufbau und Verwaltung

Der Vorstand besteht aus drei von der Mitgliederversammlung gewählten und zwei aus dem Kirchengemeinderat delegierten Mitgliedern, dies gewährleistet eine enge Verzahnung. Dem Vorstand gehören derzeit an: Franziska Artukovic-Müller, Bernhard Bayer, Barbara Hrachowy (Vorsitzende) und Edgar Weber.

Die Mitgliederverwaltung ist denkbar einfach: einmal jährlich werden den Gemeindebriefen Flyer des Fördervereins mit integriertem Überweisungsvordruck beigelegt. Wer bezahlt, ist Mitglied und wird zur in der Regel einmal jährlich stattfindenden Mitgliederversammlung eingeladen, der nächste Termin ist der 29. September 2019. In diesem Jahr wollen wir uns im zweiten Teil dieser  Veranstaltung - nach dem Tätigkeits- und Rechenschaftsbericht des Vorstands - mit dem Thema "Wohnen im Alter" beschäftigen. Bereits jetzt herzliche Einladung an alle Interessierten!   

Im Juni 2017 startete der Vorstand des Fördervereins unter dem Motto "Wissenswertes im Wohnzimmer" eine Vortrags- und Informationsreihe, die sich in loser Folge mit sozialen Themen befasst. Zum Auftakt berichtete Edgar Weber über "Einen Tag im Hospiz St. Martin aus der Sicht eines Pflegenden". Eine weitere Veranstaltung fand am 24. Februar 2018 statt. "Egal, was ein Mensch verbrochen hat..." - unter diesem Motto gab Sr. Marlene Hubert vom Konvent Mariä Heimsuchung der Franziskanerinnen von Sießen in Degerloch Einblick in ihre Arbeit in der Gefängnisseelsorge an der Justizvollzugsanstalt Stuttgart-Stammheim.