Ökumene

Im Dezember 2004 löste ein Untersee-Erdbeben, vor der Nordwestküste der indonesischen Insel Sumatra, verheerenden Tsunamis an den Küsten des Indischen Ozeans aus.

Menschen aus den evangelischen Gemeinden in Degerloch schlossen sich zusammen, um durch ein Projekt Hilfe für die betroffenen Menschen zu organisieren und den Wiederaufbau zu unterstützen.

Während der Projektvorbereitung wurde auch unser EINE-Welt-Ausschuss um Mitarbeit gebeten.

Zusammen mit den evangelischen Gemeinden unterstützten wir den Bau und den Betrieb einer Ausbildungsstätte für Frauen in Kanyakumari, an der Südspitze von Indien, die ihre Männer bei der Tsunami-Katastrophe verloren hatten. Der Betreiber ist das Peace Trust Center Kanyakumari. Der Leiter ist Gnana Robinson, der auch Initiator des Projekts für interreligiöse Beziehungen in Südindien ist.

Im Jahr 2007, nach der Fertigstellung des Ausbildungszentrums, fand eine Projektreise nach Kanyakumari statt. Im Rahmen dieser Reise wurde ein Krankenhaus besucht, welches auch während der Tsunami-Katastophe umfangreiche medizinische Versorgung zur Verfügung stellte. Die Beziehungen zu diesem Krankenhaus wurden intensiviert, so dass sich daraus das Nachfolgeprojekt ergab.

Krankenversicherungen für die Ärmsten in Südindien

Im zweiten Hilfsprojekt finanzieren wir seit 2011 Krankenversicherungen für sehr arme Familien in der Umgebung des Dr. Somervell Memorial Medical College and Hospital, eines Krankenhauses der Südindischen Kirche in Karakonam in der Diözese Südkerala. Nach Indienreisen 2007 und 2009 bestehen zum Krankenhaus, das über 600 Betten, große Ambulanzen und mehr als 10 Fachdisziplinen verfügt, regelmäßige fachliche und persönliche Kontakte. Die Gesundheitsfürsorge, ein menschliches Grundbedürfnis, ist in Indien unzureichend gewährleistet, insbesondere für die Armen. Das plötzliche Aufreten von Krankheiten oder Unfällen und zunehmende Krankheitskosten sind für sehr arme Menschen mit einer nicht tragbaren finanziellen Last verbunden.

Das neue Projekt heißt in Malayam, der lokalen Sprache ATTHANI, übersetzt: RUHBANK. Einen uns Degerlochern vertrauteren Namen hätten die indischen Partner nicht auswählen können.

Die Versicherung übernimmt die Unkosten für die stationäre Behandlung, die Prämie dafür beträgt

Nur 10€ pro Familie und Jahr!

Die Kosten für die ambulante Behandlung der versicherten Familien trägt das Krankenhaus.

Weitere Infomationen auch bei der Evangelischen Kirche Degerloch oder im Flyer.

Gemeinsame Aktivitäten

Um auf unsere gemeinsamen Projekte aufmerksam zu machen, sind wir des öfteren gemeinsam aktiv.

Regelmäßig zum Nikolausmarkt auf dem Degerlocher Marktplatz.

Immer 'mal wieder zu einem ökumenischen Gottesdienst.

Wir erfahren auch sehr viel Interesse und Unterstützung für unsere Uganda-Projekte aus den evangelischen Gemeinden. Das freut uns sehr.