Geschichte

Geschichte der Kirche Mariä Himmelfahrt in Degerloch


Katholisches Leben in Stuttgart

1534          Einführung der Reformation in Stuttgart

1811          Kirchweihe St. Eberhard

1879          Fertigstellung des Kirchenneubaus St. Maria

 

Katholiken in Degerloch

Die Katholiken Degerlochs gehören Anfangs zu St. Eberhard und später zur Gemeinde St. Maria. Ab 1911 finden erste regelmäßige Gottesdienste in Degerloch in einem freistehendem Holzhaus statt.

Bedingt durch den 1. Weltkrieg und die anschließende Wirtschaftskrise müssen die Anstrengungen zum Bau einer eigenen Kirche immer wieder aufgeschoben werden.

1926 wird der Bauantrag für die Kirche Mariä Himmelfahrt und das Pfarrhaus eingereicht und durch Bischoff Keppler genehmigt. Am 30. Oktober 1927 wird die Kirche durch Bischoff Keppler geweiht. 1929 schließlich wird Mariä Himmelfahrt zur selbständigen Kirchengemeinde erhoben.

 

Der Kirchenbau

Die Kirche Mariä Himmelfahrt wurde von Hugo Schlösser entworfen und gebaut. Weitere Kirchenbauten des Architekten Schlösser in Stuttgart sind St. Georg (1930) und St. Clemens in Botnang (1933). 1955 war Schlösser mit dem Wiederaufbau von St. Eberhard betraut.

Die Hallenkirche mit angefügtem Seitenschiff und eingezogenem Chorraum ist außen ein Natursteinbau mit klarer Ordnung, der historischem Stilempfinden verbunden ist. Innen hatte die Kirche im Originalzustand ein Spitztonnengewölbe aus Holz, expressionistische Schmuckelemente und eine entsprechende Farbgestaltung der Decke, die dem Stil der Zeit entsprachen. 

Die Bögen zum Seitenschiff waren als breit gezogene Spitzbögen gestaltet. Der eingezogene Altarraum war vom Kirchenschiff getrennt, aber nicht durch einen Chorbogen abgegrenzt. Die durchgehende, einheitliche Deckengestaltung hatte den Altarraum und das Kirchenschiff zu einem Raum zusammengebunden. 

 

Teilzerstörung im 2. Weltkrieg, Wiederaufbau und Umgestaltung

Beim Luftangriff in der Nacht vom 25./ 26. Juli 1944 werden der Dachstuhl und die Kirchendecke ebenso wie die Turmspitze zerstört. Beim Wiederaufbau nach dem Krieg, der im Dezember 1948 abgeschlossen ist, werden Flachdecken im Altarraum und im Kirchenschiff eingebaut, der Altarraum höhergelegt und zusätzliche Stufen angebracht sowie ein Chorbogen zwischen Altarraum und Kirchenschiff eingezogen.

1960 wird der Altarraum neu gestaltet. Der Künstler Wilhelm Geyer erhält den Auftrag für ein Mosaik. Das Mosaik mit dem Motiv der Himmelfahrt Mariens wird an der Rückwand des Altarraums angebracht. Für die liturgischen Orte gestaltet der Bildhauer Otto Herbert Hajek Altar, Tabernakel, Taufstein, Osterleuchter und Altarkreuz. Im Seitenschiff werden bunte Glasfenster eingebaut, die ebenfalls von Geyer entworfen wurden. 

1972 wird der Alterraum ausgehend von der Liturgiereform des zweiten Vatikanischen Konzils erneut umgebaut. Dabei werden die Stufenanlage abgesenkt und der Altar "vers populum" freigestellt.


Baudokumentation


 

Mit Zustimmung des Stadtdekans hat der Kirchengemeinderat im Frühjahr 2012 eine Baudokumentation unserer Kirche in Auftrag gegeben, mit der die Bau- und Renovierungsgeschichte unserer Kirche nachgezeichnet wird. Die Zustimmung des Stadtdekanats für diese vor jeder Renovierung obligatorische Maßnahme erhielten wir, weil wir uns bereit erklärten, die Kosten der Dokumentation vorzufinanzieren. Wenn die Renovierung erfolgt, bekommen wir diese Kosten erstattet.

Wir wünschen Ihnen bei der Lektüre, die sicher auch viele Erinnerungen weckt, viel Freude.



Dokumentation der Bau- und Renovationsgeschichte